Lexikon der Filmbegriffe

Hollywood Bowl

Die Hollywood Bowl – eines der größten natürlichen Amphitheater der Welt – wurde am 11.7.1922 eröffnet; es bietet heute 18.000 Zuschauern Platz. Es wurde von Beginn an primär für Konzertveranstaltungen genutzt – Konzerte aller Musikrichtungen, von klassischer Musik bis zum Jazz, von der Rock- und Pop- bis zur volkstümlichen und zur Weltmusik. Zunächst lag die Bühne wie der Zuschauerraum unter freiem Himmel; erst 1926 wurde sie mit einem nach vorn geöffneten Muscheldach überbaut (umgearbeitet 1929, nachdem man mehrere Entwürfe von Frank Lloyd Wright als „zu avantgardistisch“ verworfen hatte); zudem wurde nun auch eine feste Bestuhlung installiert; 2003 wurde das Dach abgerissen und durch eine neue, akustisch verbesserte Konstruktion ersetzt.
Die Bowl ist der Sitz des 1945 gegründeten, 1946 wieder aufgelösten und seit 1990 dauerhaft installierten  Hollywood Bowl Orchestra, das vor allem durch die Aufführung von Filmmusiken bekannt ist; im Sommer wird es auch vom Los Angeles Philharmonic Orchestra genutzt, beherbergt aber auch hunderte von Gastkonzerten pro Jahr; zu den bekanntesten Gästen jüngerer Zeit gehörten Frank Sinatra, The Beatles, Van Morrison, Pink Floyd, The Doors und Elton John, aber auch Plàcido Domingo und The Romeros, Laurindo Almeida und Narciso Yepes. Allgemein bekannt geworden ist die Bowl durch einen Auftritt von Louis Armstrong und Ella Fitzgerald (1956) sowie die Film gewordene Show Monty Python Live at the Hollywood Bowl (Großbritannien 1982).


Artikel zuletzt geändert am 02.10.2012


Verfasser: KB


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