Lexikon der Filmbegriffe

Aufprojektion

engl.: front projection

Der zweite wichtige Prozess der Bildsynthese neben der Rückprojektion ist die sogenannte Aufprojektion. Dabei agieren die Akteure vor einer Leinwand, auf die das zweite Bild von vorne projiziert wird. Wie beim Schüfftan-Verfahren befindet sich zwischen Kamera und Akteur ein Oberflächenspiegel, der das Bild des Aufprojektors im Winkel von 45 Grad auf die Reflexbildwand projiziert. Bildwände für Aufprojektionen bestehen aus einer Schicht winziger Glaskugeln, deren Reflexionsfähigkeit viel höher ist als die der vor ihr agierenden Schauspieler. Zur Überstrahlung des aufprojizierten Bildes wird trotzdem auf die Personen ein zusätzliches Aufhell-Licht gerichtet. Ein berühmtes Beispiel sind die zahlreichen Komposit-Bilder in Kubricks 2001 (1968). 
 

Referenzen:

Rückprojektion

Scotchlite

Zoptic


Artikel zuletzt geändert am 13.01.2012


Verfasser: HJW


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