Lexikon der Filmbegriffe

Dead Media Project

wörtl.: Tote-Medien-Projekt

Das Dead-Media-Projekt wurde von den SF-Autoren Bruce Sterling und Richard Kadrey 1995 als Sammlung obsoleter, grotesker und vergessener Kommunikationstechniken vorgeschlagen. Sterling schrieb ein Manifest, das zur Gründung einer von Tom Jennings moderierten E-Mail-Gruppe führte, die zur Kompilation einer Liste von mehr als 600 Einträgen führte. Die Gruppe, in der Archivare, Technikhistoriker und Laien mitgearbeitet hatten (interne Bezeichnung: „Nekronauen“),  wurde 2001 geschlossen. Historiographisch interessant ist das Projekt, weil es zum einen das Interesse auf die Frage lenkt, was die Bedingungen dafür sind, dass sich Technologien durchsetzen, zum anderen aber auch die Frage nach den historischen Modellen aufwirft, wie und in welchen Konstellationen Kommunikation gestaltet werden kann, worin die Interessen der (potentiellen) Adressaten und Käufer bestehen, wie sich Wahrnehmung bzw. Wahrnehmungsmodelle vermarktungsfähig machen lässt usw.

Homepage: http://www.deadmedia.org/index.html.

Referenzen:

DtM Productions


Artikel zuletzt geändert am 05.10.2012


Verfasser: JvH


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