Lexikon der Filmbegriffe

Electronic Film System

dt. manchmal: „digitale Filmpatrone“

Im Juni 1998 kündigte ImageK, eine Tochtergesellschaft von Irvine Sensors (sesshaft in Irvine, Cal.) ein Einbaumodul für Kleinbild-Spiegelreflexkameras an, das es gestatten sollte, die Kameras auch als Digitalkameras zu betreiben, ohne sie umzubauen. Das Electronic Film System (EFS-1, im September 1999 in Silicon Film umbenannt) sah äußerlich einer Patrone normalen Kleinbildfilms ähnlich, enthielt aber einen 1,3 Megapixel-Sensor, der direkt hinter dem Bildfenster platziert war. Die Apparatur wurde mit zwei Batterien betrieben. Dargestellt werden konnten nur 30% im Zentrum des Bildes (Umrechnungsfaktor 2,58 für die Objektivlänge), das auf dem Sucher zu sehen war. Außerdem sollte ein Zusatzgerät angeboten werden, das es dem Nutzer erlaubte, die Bilder unmittelbar zu betrachten. Es kam 2001 zwar noch zu einer öffentlichen Demonstration, doch standen die gezeigten Bilder im Verdacht, nicht mit dem Silicon-Film-System hergestellt worden zu sein. Das Gerät wurde angesichts der rasanten Entwicklung und dem Preisverfall digitaler Kameras, vor allem aber angesichts der technischen Beschränkungen und des angekündigten Preises von 699 US-$ nie bis zur Produktionsreife entwickelt; ImageK wurde im September 2001 aufgegeben.


Artikel zuletzt geändert am 05.10.2012


Verfasser: JH


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