Lexikon der Filmbegriffe

Rekrutenfilm

Der Kritik entstammende, heute ungebräuchliche Gelegenheitsbezeichnung für eine Spielart des Militärschwanks bzw. der Militärklamotte, die aus der Perspektive von meist sehr jungen Rekruten erzählt ist und das Leben in der Kaserne als eine Fortsetzung der sozialen Beziehungen in der Schule schildert. Die Filme konzentrieren sich dabei auf die oft pubertären Streiche der Rekruten, mit denen sie sich gegen ungerechte, selbstgefällige oder gar sadistische Vorgesetzte zur Wehr setzen. Wie in den 08/15-Filmen (BRD 1954/55) richtet sich der Widerstand gegen unmittelbar Vorgesetzte (Feldwebel, Unteroffiziere); die Offiziere bilden eine eigene Kaste, die aus dem oft klamaukigen Kleinkrieg der Gruppen ausgenommen wird.


Artikel zuletzt geändert am 19.10.2012


Verfasser: KB


Zurück