Lexikon der Filmbegriffe

ambient music

selten dt.: „Einrichtungsmusik“ (nach einem Stück von Erik Satie, 1920: Musique d'ameublement); engl. meist background music; auch: furniture music

Das Konzept der wahrnehmungsunauffälligen, gleichwohl die Szene harmonisierenden und ihr eine eher versöhnliche Atmosphäre unterlegenden Musik entstand in den 1970ern im Kontext der experimentellen und Synthesizer-orientierten Popmusik der 1970er. Basil Kirchin und Brian Eno (der 1978 das Album Ambient 1: Music for Airports vorlegte) gelten als Erfinder der ambient music, Einflüsse von Kraftwerk und Klaus Schulze (bzw. von space rock und Krautrocj) sind spürbar; sie basiert auf der Kombination von traditionellen Klängen mit elektronischen Elementen. Eine durchgängige Komposition, ein durchgängiger Rhythmus oder eine Melodie fehlen meist; stattdessen werden Klangteppiche gewebt, schwebende Klänge signalisieren die Handlungsarmut der Szene, akzentuieren eher meditative Momente (weshalb sie manchmal auch als „atmosphärische Musik“ oder auch „Entspannungsmusik“ charakterisiert wird). Als klassische Beispiele für die Verwendung von ambient music gelten Vangelis‘ Kompositionen Chariots of Fire (Großbritannien 1981, Hugh Hudson) und Blade Runner (USA 1982, Ridley Scott).

Weitere Informationen: http://www.ambientmusicguide.com/.

Literatur: Fink, Sabine Gebhardt: Ambient in Kunst, Musik und Theater. In: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft 54,1, 2009, S. 117‑128. – Prendergast, Mark J.: The ambient century - from Mahler to trance. The evolution of sound in the electronic age. New York [...]: Bloomsbury 2000. – Toop, David: Ocean of sound: Aether talk, ambient sound and imaginary worlds. London/New York: Serpent's Tail 1995.

Referenzen:

Ambience

Atmo

Geräusch

Hintergrundmusik

Muzak

Soundscape


Artikel zuletzt geändert am 11.11.2012


Verfasser: HJW


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