Lexikon der Filmbegriffe

Bildstrich

Bildstrich nennt sich die schwarze Linie resp. der schwarze Balken, die zwei Phasenbilder voneinander trennt. Er kann unterschiedlich breit sein, je nach Bildformat. Während er beim Vollbild eines Stummfilms (1:1.33) minimal ist, hat beispielsweise das 1:1,85-Breitwandfilmformat (Bildhöhe 11,5mm) innerhalb eines Photogramms auf jeder Seite einen schwarzen Streifen von rund 2,25mm, d.h. der schwarze Abstand von Bild zu Bild beträgt somit 4,5mm. Der Bildstrich entsteht bei der Kameraaufnahme oder beim Kopieren durch das Verdecken der Lichtquelle durch die Blende während des Bildwechsels, d.h. der Bildstrich markiert den Bereich, der bei diesem Vorgang nicht belichtet wurde. Wird der Bildstrich bei der Projektion sichtbar, liegt das Filmbild nicht genau vor dem Bildfenster des Projektors, was mittels der „Bildstrichverstellung“ manuell am Projektor korrigiert werden kann. Gelegentlich wandert der Bildstrich, was mit der Mechanik der Filmstreifenführung vor dem Bildfenster zusammenhängt; „springt“ er, kann dies meist auf eine unsaubere Klebestelle zurückgeführt werden.


Artikel zuletzt geändert am 28.07.2011


Verfasser: SL JH


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