Lexikon der Filmbegriffe

Tilt-Shift-Effekt

von engl.:  tilt = verschwenken; shift = verschieben

Der Tilt-Shift-Effekt entsteht, wenn man ein spezielles Objektiv für die Photographie oder die Projektion verwendet (Tilt‑und‑Shift‑Objektiv, auch TS‑Objektiv, T&S‑Objektiv), das ein Verschieben oder Verschwenken des Linsensystems gegenüber der Filmebene ermöglicht, was zu starken Deformationen der Schärfenebenen führt. Dabei wird der Strahlengang des einfallenden Lichts verzerrt – mit einem miniaturisierenden Effekt, so dass Realaufnahmen etwa von Städten oder Landschaften wie Aufnahmen einer Modelleisenbahn wirken. Der Effekt lässt sich auch am Computer simulieren.
Tilt-Shift-Aufnahmen wurden zunächst seit den 1960ern in der Photographie entwickelt, sind inzwischen aber auch in vielen Werbespots und Musikvideos eingesetzt worden. Um den Spielzeug-Effekt möglichst intensiv zu erzielen, ist es nötig, Totalen von möglichst hochgelegenen Positionen aus zu drehen.

Referenzen:

Scheimpflugsche Korrektur

Smallgantics


Artikel zuletzt geändert am 11.11.2012


Verfasser: JH


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