Lexikon der Filmbegriffe

Tiertrainer

selten auch: Filmtiertrainer; engl.: animal trainer

Im Unterschied zu den Tierpflegern, die für die Unterbringung und Füttung der Tiere, die an Filmen beteiligt sind, am Set verantwortlich sind, beginnt die Arbeit der Tiertrainer meist schon viele Monate vor Beginn der Dreharbeiten: Groß- und Kleintiere, Haus- und Wildtiere, Säuger, Vögel und sogar Fische werden in „Filmtierschulen“ auf die Aufgaben vorbereitet, die im Drehbuch vorgesehen sind. Schon im Vorfeld wird zudem geklärt, welche Szenen tatsächlich realisierbar sind und welche nicht. Als Methode kommt das operante Konditionieren zur Anwendung. Da auch beim Training eine strikte Schutzregel gilt, müssen sich Tiertrainer im gesamten Tierschutzrecht einschließlich der Artenschutzbestimmungen auskennen. Gelegentlich werden für die gleiche Rolle mehrere Tiere ausgebildet (in der TV-Serie Unser Charly, 1995ff, etwa wird ein Schimpanse von drei Tieren dargestellt, die jeweils eigene Kunststückchen beherrschen). Gelegentlich kommt es während des Trainings zu schweren Unfällen (vor allem in der Arbeit mit Raubtieren). Als weltweit wichtigste Auszeichnung für dressierte Tiere gilt der Patsy Award, der seit 1939 vergeben wird. Der wohl bekannteste Tiertrainer der Filmgeschichte ist Frank Inn, der mit seinen Tieren 40 Patsy-Preise errang.

Referenzen:

PATSY award


Artikel zuletzt geändert am 12.11.2012


Verfasser: AS


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