Lexikon der Filmbegriffe

Digital Cinema Package

Als Digital Cinema Package (meist kurz: DCP) bezeichnet man die Kollektion von digitalen Files, die zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Bild-, Ton- und sonstigen Daten im digitalen Kino verwendet werden. Die Bezeichnung wurde durch die Digital Cinema Initiatives eingeführt und deren Spezifikationen normiert. In aller Regel besteht das DCP aus multi-gigabyte-großen Material eXchange Format (MXF)-Files, die zur Aufzeichnung von Ton- und Video-Streams verwendet werden, sowie zusätzlichen Hilfs-Files im XML-Format, die zur Koordination und Kontrolle der Abtastung dienen. Die MXF-Files sind im JPEG-2000-Format komprimiert, zudem verschlüsselt – zum einen, um die Datenmenge einzuschränken, zum anderen, um den nicht-autorisierten Gebrauch zu unterbinden. Für die Nutzung müssen darum die Files mit einem Schlüssel (KDM) freigeschaltet werden.


Spezifikationen (in der SMPTE-Norm):


- bei 2K-Auflösung können 24, 25, 30, 48, 50 und 60 B/S dargestellt werden,


- bei 4K-Auflösung 24, 25 und 30 B/S;


- die standardisierte Vollformat-Auflösung bei 2K ist 1998´1080 Pixel (maximal: 2048´1080; 4K: 3996´2160, maximal: 4096´2160), Seitenverhältnis 1,85:1;


- im Scope-Format stehen 2048´858 (4K: 4096´1716), Seitenverhältnis 2,39:1.


- Audio Format: unverschlüsselt, 24‑bit, 48kHz;


- minimal drei Kanäle; meist: 5.1-Auflösung.


Die Auslieferung von Filmen im DCP-Format erfolgt auf Festplatten; andere Träger (DVD, Blu-Ray, Satellitenausstrahlung etc.) sind eher unüblich (Stand: 2012).


Einschlägige SMPTE-Normen: SMPTE 428‑1‑2006 D‑Cinema, SMPTE 428‑2‑2006 D‑Cinema, SMPTE 428‑3‑2006 D‑Cinema. Vgl. auch: ISO/IEC 15444‑1.
 

Referenzen:

KDM


Artikel zuletzt geändert am 23.12.2012


Verfasser: W JH


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