Lexikon der Filmbegriffe

Handkolorierung

engl.: hand colouring, frz.: coloriage à la main

Neben der Einfärbung durch Bäder, welche bereits in den ersten Jahren der Kinematographie angewandt wurde, gab es bis um 1905 die Handkolorierung. Wie der Name sagt, wurde Phasenbild für Phasenbild mit der Hand bemalt. Dabei kamen bis zu sechs Farben zum Einsatz, wobei in der Regel Frauen mit einen feinen Haarpinsel eine jeweilige Farbe, für die sie zuständig waren, auf den vorher festgelegten Teilen des Schwarzweißbildes (vor allem der Kleidung, aber auch besonders zu beachtender Elemente im Bild) auftrugen. Jede Kopie erhielt so eine ihre eigene Farbausstattung, die vom Kinobetreiber – die Kopien wurden damals noch verkauft – bestellt werden konnte. Man erkennt die Handkolorierung daran, dass die Farbe unregelmäßig dick aufgetragen ist und oft über die Ränder des bemalten Gegenstandes hinausgeht.


Artikel zuletzt geändert am 30.07.2011


Verfasser: SL


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