Lexikon der Filmbegriffe

matte painting

Der Begriff matte painting bezeichnet eine Spezialeffekt-Technik, bei der Teile von Kulissen, Sets oder der Umgebung per Hand auf eine Glasplatte aufgetragen und dann abgefilmt werden. Hierbei handelt es sich um Elemente, die zu aufwändig, zu teuer oder aus anderen Gründen nicht zu realisieren wären. Die wohl erste matte-painting-Einstellung findet sich in 1907 in Norman Dawns Missions of California. Bekannte Beispiele sind die Armee-Baracken in Lewis Milestones All Quiet on the Western Front (USA 1930), die riesige Lagerhalle geheimer Gegenstände in Steven Spielbergs Raiders of the Lost Ark (USA 1981) oder auch die Flugzeuge auf dem Rollfeld in der finalen Szene von Renny Harlins Die Hard 2 – Die Harder (USA 1990). Letzterer war der erste Film, bei dem ein traditionelles matte painting aus Glas mit Live-Action-Aufnahmen mittels digital compositing kombiniert wurde. Seit Beginn der 1990er Jahre werden matte paintings zunehmend digital und nicht mehr ausschließlich per Hand erzeugt. Zu den letzten traditionellen Glas-Mattes gehört eine Spezialeffekt-Aufnahme des Schiffes Carpathia in James Camerons Titanic (USA 1997).

Literatur: Cotta Vaz, Mark / Barron, Craig: The Invisible Art: The Legends of Movie Matte Painting. San Francisco, Cal.: Chronicle Books 2002, S. 33ff.

Referenzen:

Matte

Simplifilm

Spiegeltrick

Vorsatzmalerei


Artikel zuletzt geändert am 04.02.2013


Verfasser: KLU


Zurück