Lexikon der Filmbegriffe

Tokusatsu

Kofferwort aus japan.: tokushu + satsuei (dt. etwa: spezielle Photographie); auch im Japan. manchmal: special filming

Im Japanischen gebräuchliche Bezeichnung für die photographischen Live-Aufnahmen von Figuren, die im Spiel als Superhelden, als Fantasy- oder Horror-Figuren oder als Monster wie Godzilla oder Gamera agieren (dazu rechnen aber auch Figuren aus den TV-Serien Kamen Rider, 1973ff – ein Hybrid aus Manga- und Realaufnahmen – und die TV-Roboterserie Metal Hero, 1982ff). Die Form entstammt dem japanischen Kabuki-Theater und dem dort üblichen Einsatz von Puppen in Special-Effects-Szenen wie Kämpfen. Im Kino wurden die Verfahren in den 1950ern erstmals erprobt: Der Special-Effects-Künstler Eiji Tsuburaya konzipierte die Godzilla-Figur für den 1954er Film (Regie: Ishirô Honda); von ihm stammt das Verfahren der suitmation (ein Schauspieler wird als Monster kostümiert und spielt die Riesenfigur), das meist mit Miniaturen und Modell-Sets kombiniert wird. Noch in den 1950ern traten andere Animationsverfahren der suitmation zur Seite, in denen die Maskierung von Schauspielern durch Animes und ähnliches ergänzt wurden. Heute gehören die Tokusatsu-Produktionen zu den beliebtesten TV-Formaten.


Artikel zuletzt geändert am 18.02.2013


Verfasser: JH


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