Lexikon der Filmbegriffe

Split Surround

Der erste Film, in dem das Dolby-70mm-Split-Surround-Format vorgestellt wurde, war Apocalypse Now (USA 1979, Francis Ford Coppola). Ähnlich wie das Dolby-Surround-Verfahren (auch: Baby-Boom-Format) basierte es auf dem aus den 1950ern stammenden sechskanaligen magnetischen Todd-AO-Format; es war das erste 5.1-Format nach dem heute gültigen Muster (links, Center, rechts, linker und rechter Surround-Kanal, niederfrequente Töne für den Subwoofer). Das System war mit allen seinerzeit vorliegenden Systemen kompatibel. Dolby hatte etwa 1975 zwei der Todd-AO-Kanäle für einen eigenen Subwoofer-Kanal genutzt (seinerzeit boom track genannt); das so entstehende 4.1-Verfahren (links, Center, rechts, monaurales Surround; die beiden Basskanäle speisten nur einen Subwoofer) war als Baby Boom bekannt. Split Surround behielt diese Ordnung bei. Dabei wurden die links-/rechts-Surround-Informationen zusammen mit den beiden Basssignalen auf den Film aufgebracht. Sollte nun in Kinos gespielt werden, die mit dem Baby-Boom-Verfahren ausgerüstet waren, wurde das Spektrum der Basskanäle ab 200Hz beschnitten, die Surround-Informationen ignoriert; in Split-Surround-Kinos dagegen wurde der monaurale Surround-Ton unterdrückt. Weitere Filme des Verfahrens waren Superman II (1980, Richard Lester), The Jazz Singer (1980, Richard Fleischer) und Pink Floyd: The Wall (1982, Alan Parker).

Referenzen:

Dolby Surround


Artikel zuletzt geändert am 18.02.2013


Verfasser: JH


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