Lexikon der Filmbegriffe

Mittellangfilm

meist auch im Dt. als frz. Bezeichnung: moyen métrage; selten auch: midi-métrage

Mittellangfilm ist eine im Deutschen höchst ungebräuchliche Bezeichnung für einen Film, dessen Spieldauer zwischen der eines Kurzfilms und der eines Langfilms liegt (30 und 60min Vorführdauer, 900-1.600m Länge). Das Festival Hors Pistes in Paris, das 2006 erstmals stattfand und vom Centre Georges Pompidou veranstaltet wird, ist eines der wenigen Festivals, das sich auf die Präsentation halblanger Filme spezialisiert hat. Die Mittellänge ist vor allem im Sach- und Wissenschaftsfilm von Bedeutung, korrespondiert zudem der Time-Slot-Länge der TV-Sender. Aber es gibt eine ganze Reihe von Filmen, die der Mittellänge zugehören (L‘Age d‘Or, Frankreich 1930, 60min, Luis Buñuel; Kiss, USA 1963, Andy Warhol, 55min; die Filme des Dekalogs, Polen/BRD 1988, Krzysztof Kieslowski).

Referenzen:

métrage


Artikel zuletzt geändert am 18.02.2013


Verfasser: JvH


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