Lexikon der Filmbegriffe

tickende Zeitbombe

engl.: ticking time bomb, ticking time bomb scenario

Die tickende Zeitbombe ist eine anschauliche Metapher einer gesetzten Zeitfrist, innerhalb derer die Bombe gefunden und entschärft sein muss, bevor sie hochgeht. Sie gehört zu den elementaren Spannungsdramaturgien (und wird regelmäßig in den James-Bond-Filmen eingesetzt, die dann beim Stand 0:07 der Zeitschaltuhr ausgesetzt wird). Sie wird auch in der Realität als filminduzierte Metapher im Folter-Diskurs eingesetzt, wenn es darum geht, Gründe dafür zu finden, einen Verdächtigen foltern zu dürfen, wenn die Bombe, eine mit dem Tode bedrohte Geisel oder ähnliches rechtzeitig gefunden werden muss.

Literatur: Brugger, Winfried: Vom unbedingten Verbot der Folter zum bedingten Recht auf Folter? In: Juristenzeitung 55, 3000, S. 165-173. – Falk, Ulrich: Rechtsstaatliche Folter? Rechtshistorische Anmerkungen zu einer tickenden Bombe. In: Herausforderungen des staatlichen Gewaltmonopols. Recht und politisch motivierte Gewalt am Ende des 20. Jahrhunderts. Hrsg. v. Freia Anders u. Ingrid Gilcher-Holtey. Frankfurt [...]: Campus 2006, S. 90-111.

Referenzen:

Spannung

Suspense


Artikel zuletzt geändert am 22.05.2013


Verfasser: HHM


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