Lexikon der Filmbegriffe

Programmverbindungen

engl.: continuity material, interstitials; bei nur graphischen Bildtafeln auch: auch: videographics

Ursprünglich aus der Programmstatistik stammend, bezeichnet der Begriff Programmverbindungen Überleitungstexte aller Art, die nicht zum eigentlichen Programm gehören und den Sendeverlauf gliedern, Zeitlücken füllen, auf kommendes Programm verweisen etc. Derartige Kleintexte füllen 5% und mehr der Sendezeit. Im einzelnen gehören dazu: Fernsehansagen, Pausen und Inserts, Trailer, Füller, Gesundheitsspots, Programmvorschauen. Funktional dienen sie der Senderidentifikation, der Programmgliederung und -ankündigung, der Selbstbewerbung, also eher formalen und selbstreflexiven Zwecken, der kontinuierlichen Ansprache des Zuschauers; darüber hinaus vermitteln sie zwischen verschiedenen Modi und Textsorten des Fernsehens, geben möglicherweise auch Interpretationshilfen oder gar -anweisungen. Nur gelegentlich entstehen aus diesen (sekundär oder gar tertiär relevanten) Nischentexten  eigenständige Figuren oder Textsorten wie etwa die ZDF-Mainzelmännchen.

Literatur: Müller, Eggo: Programmverbindungen. Gebrauchsanweisungen des Fernsehens im Fernsehen. In: 3. Film- und Fernsehwissenschaftlichen Kolloquium / Marburg '90. Akten. Hrsg. v. Jürgen Felix & Heinz-B. Heller. Münster: MAkS Publikationen 1993, S. 119-124.

Referenzen:

Ansager

Trailer


Artikel zuletzt geändert am 24.08.2014


Verfasser: JvH


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