Lexikon der Filmbegriffe

Schmachtfetzen

engl.: tearjerker, weepie; im Dt. auch: Schnulze, Tränendrücker, Gemütsfetzen, Kuschelfilm

Wohl im 18. Jahrhundert als Bezeichnung für „nach etwas schmachten, etwas heftig verlangen, ersehnen“ aus dem älteren „schmachten“ (= hungern) entstanden, heute abfällige Alltagsbezeichnung für ein rührseliges, sentimentales Werk wie Filme, Schlager, Bücher und ähnliches. Als Filme mit Schmachtfetzen-Charakter gelten nicht nur tränenrührende Liebesgeschichten, sondern auch Filme wie Gone with the Wind (1939), Doctor Zhivago (1965), Love Story (1970), The Bridges of Madison County (1995) oder Message in a Bottle (1999) – immer in der Annahme, dass der dominierende Rezeptionsaffekt auf dem sentimentalischen Mitleiden mit den Hauptfiguren beruht.

Referenzen:

Filmschnulze

Kitsch / Kitschfilm I: Phänomenologie

Kitsch / Kitschfilm II: Ästhetik

Schmalz

Schnulze

weepie


Artikel zuletzt geändert am 22.05.2013


Verfasser: KB


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