Lexikon der Filmbegriffe

Leydechrom

Von der Firma Leydechrom GmbH (Schmidt und Leyde) ausgewertetes Farbfilm-Additiv-Verfahren, das 1936 zunächst in einem Reise-Kurzfilm erprobt wurde (Oberstdorf und seine Bergwelt, 1937). Zum Einsatz kam das Verfahren in zwei farbige Mikroaufnahmen in dem schwarzweißen Biopic Robert Koch, der Bekämpfer des Todes; Deutschland 1939, Hans Steinhoff), die tuberkulosebefallenes Lungengewebe zeigen, das Koch gegen Ende des Films Virchow und der skeptischen Ärzteschaft als Beweis seiner Theorie vorlegt, dass die Krankheit durch Bazillen hervorgerufen werde. Dass die Mikroorganismen erst sichtbar werden, als die Probe unter dem Mikroskop mit Farbstoffen behandelt wird und dabei das Bild farbig wird, ist zugleich ein reflexiver Hinweis auf die Veränderung von Sichtbarkeit mit dem Farbfilm.


Artikel zuletzt geändert am 08.09.2013


Verfasser: JvH


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