Lexikon der Filmbegriffe

Phallometrie

Vor allem in der Pornographieforschung wird Phallometrie – die Messung von Intensität und Dauer erektiler Erregung – als empirisches Verfahren der Erhebung der Wirkungspotentiale sexuell erregender Stimuli eingesetzt. Dabei werden v.a. Bilder und Filme als Stimulusmaterial verwendet. Das Verfahren wird auch eingesetzt, um insbesondere pädophile Neigungen von Straftätern zu erheben, ausgehend von der Annahme, dass die erektile Reaktion nicht kontrolliert werden kann und ein verläßlicher Hinweis nicht nur auf sexuelle Erregbarkeit im allgemeinen ist, sondern auch auf die Paarung von Sexualität mit Aggressivität (resp. Gewalttätigkeit).

Literatur: Kolárský, Aleš / Madlafousek, J.: Variability of stimulus effect in the course of phallometric testing. In: Archives of Sexual Behavior 6,2, 1977, S. 135‑141. – Marshall, W.L.: Revisiting the use of pornography by sexual offenders: Implications for theory and practice. In: Journal of Sexual Aggression 6,1‑2, 2000 , S. 67-77. – Seto, Michael C. / Maric, Alexandra / Barbaree, Howard E.: The role of pornography in the etiology of sexual aggression. In: Aggression and Violent Behavior 6,1, 2001, S. 35-53.


Artikel zuletzt geändert am 08.09.2013


Verfasser: HHM


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