Lexikon der Filmbegriffe

Keyframe-Animation

In der Animationspraxis  bezeichnet man die Anfangs- und die Endbilder einer Bewegung früher als extremes oder heute meist als key frames.  Sie werden vom Chefanimator selbst gezeichnet, alle Zwischenphasen werden dagegen von Assistenten (den in-betweeners) oder von Animationsprogrammen ausgeführt. Keyframes basieren auf einer graphischen Analyse der Figurenbewegungen, wobei sie diese etwas detaillierter auflösen  als extremes und jede markante Veränderung der Bewegung fixieren, nicht nur die Endpunkte. Ob die Zwischenstadien zwischen den Kernbildern manuell von Zeichnern oder vom Computer realisiert werden, spielt für die ästhetische Betrachtung des Vorgangs keine große Rolle – in beiden Formen kann durch das Einfügen weiterer Keyframes der Bewegungsablauf verfeinert und durch Raffung oder Dehnung des zeitlichen Abstandes zwischen den Keys massiv in den Rhythmus des Films eingegriffen werden. Eine der ersten computeranimierten Filme im Keyframe-Verfahren war der oscar-gekrönte Kurzfilm Hunger (USA 1974, Peter Foldes).

Referenzen:

Key-Pose

McCay Split System


Artikel zuletzt geändert am 24.08.2014


Verfasser: JH


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