Lexikon der Filmbegriffe

Nadelwandanimation

auch: Nagelbrett-Animation; engl.: pin-screen animation

Grundlage des Verfahrens ist das sogenannte Nagelbrett mit Tausenden von Stecknadeln, die auf perforierter Fläche montiert sind und seitlich angestrahlt werden; dadurch entsteht der Eindruck einer im Siebdruckverfahren hergestellten Fotografie; durch Veränderung der Beleuchtungsrichtung kann man die Illusion von Bewegung vermitteln. Das Verfahren wurde 1931 von dem Graphiker und Animationsfilmer Alexandre Alexeieff (zusammen mit seiner Lebensgefährtin Claire Parker) entwickelt; der erste Film im Nagelwand-Verfahren war Une nuit sur le mont chauve (1933), eine fantastische Illustration der Orchestermusik Eine Nacht auf dem kahlen Berge von Modest Mussorgsky.

Weitere Filme von Alexeieff/Parker: En passant (1944); Le nez (1963); Tableaux d’une exposition (1972); Trois thèmes (1980). Vgl. Dazu auch: Pinscreen (1973, Norman McLaren).


Artikel zuletzt geändert am 11.10.2013


Verfasser: Rgi JH


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