Lexikon der Filmbegriffe

Fettschminke

auch: Bühnenschminke, Theaterschminke; engl.: grease paint; von: grease = einfetten

Zum Schminken der Schauspieler in Theater und Film wird schweiß‑ und wasserfeste Fettschminke verwendet; wasserlösliche Schminke (Wasserschminke) zerläuft durch den Schweiß. Vor allem im Theater und in der Pantomime, aber auch in der Frühzeit des Films diente die Fettmaske dazu, besonders markante Teile des Gesichts – wie die Augen, die Wangen, Narben und Verletzungen u. ä. – bis zur Übersteigerung resp. Überakzentuierung hervorzuheben. Weil die Fettschminke leicht glänzt, muss man das Gesicht danach pudern. Erst danach werden besondere Teile der Maske aufgetragen. Abgeschminkt wird mit speziellen Reinigungsmitteln.
Für manche Rollenfiguren (wie den Clown, für den eigenes „Clownweiß“ im Handel ist) ist die Gesamtüberschminkung des Gesichtes bis heute Teil der Inszenierung, wie auch die maskenhafte Stilisierung des Gesichts der Schauspieler in einigen Kulturen zur Theaterstilistik gehört (etwa im japanischen Kabuki-Theater).
Einer der wichtigsten Anbieter für professionelles Bühnen- und Film-Makeup ist die Berliner Firma Kryolan, die 1945 gegründet wurde und die ihre Produkte heute weltweit vertreibt.


Artikel zuletzt geändert am 18.11.2013


Verfasser: KB


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