Lexikon der Filmbegriffe

MAYA-Prinzip

MAYA = Akronym aus Most Advanced Yet Acceptable (sinngemäß etwa: So komplex wie es geht, dass es aber noch akzeptabel ist / Das Neueste, sofern es akzeptabel ist)

Das MAYA‑Prinzip entstammt der Marktpsychologie und wird insbesondere in der Werbebranche oft angerufen, weil die Erregung der Aufmerksamkeit von Adressaten auf der Irritation beruht, die die verwendeten Mittel hervorrufen; ist sie zu gering, erfolgt keine Zuwendung; ist sie zu hoch, ebenfalls nicht. Manchmal wird das Prinzip als Ausgangspunkt der Beschreibung einer (impliziten) konservativen Tendenz der Werbung genommen, weil sie immer auf das Vertraute zurückgreifen muss.

Literatur: Hekkert, P.P.M. / Snelders, D. / van Wieringen, P.C.W.: ,Most Advanced, Yet Acceptable“: Typicality and Novelty as Joint Predictors of Aesthetic Preference in Industrial Design. In: British Journal of Psychology 94, 2003, S. 111‑124. – Schmid, Ute [...]: A cognitive model for predicting esthetical judgements as similarity to dynamic prototypes. In: Cognitive Systems Research 24, 2013, S. 72–79.


Artikel zuletzt geändert am 18.11.2013


Verfasser: HHM


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