Lexikon der Filmbegriffe

Sofica


Als Tochterunternehmen der französischen Versicherungswirtschaft dient die Sofica dazu, solche Film-, Fernseh- und Radioproduktionen zu finanzieren, die die Zustimmung des Kulturministeriums haben – die also vom staatlichen Filmzentrum CNC (Centre National de la Cinématographie) dafür zugelassen wurden; die Kapitaleinlagen müssen wiederum vom Ministerium für Wirtschaft und Finanzen genehmigt werden. Sofica gilt als Beispiel dafür, Filmförderung in einem Zwischenbereich von privater Investition und öffentlichen Zuschüssen zu plazieren.Die Gesellschaft wurde auf Betreiben von Filmproduzenten und Banken am 11.7.1985 gegründet. Steuerzahler, die sich an Sofica beteiligen, können bis zu einer Höhe von 6.480_ pro Steuer-Haushalt eine jährliche Steuerermäßigung von 30% (oder 36%, wenn Sofica mehr als 10% der Produktionskosten übernimmt) erwirken, gleichgültig, ob es sich um eine Erstteinlage oder eine Einlagenerhöhung handelt. Das Verfahren wurde 2006 durch eine Steuerminderung ersetzt (von 40% bis zu 18.000 _). Die SOFICA setzt sich insbesondere für die Förderung von Erstlingswerken ein (Stand: 2016). Der Steuerzahler verpflichtet sich, seine Einlagen für mindestens fünf Jahre in Sofica stehen zu lassen. Die einzelnen SOFICAs sind öffentliche Aktiengesellschaften für die Finanzierung von Filmen und audiovisuellen Werken. Sie agieren als Investmentfonds, deren einzige Tätigkeit die Finanzierung von Filmen und audiovisuellen Werken ist, die. Die wichtigsten sind Banque Populaire Images, Cofimages, Sogécinéma, Valor und Studio Images. Nach Aussage des CNC haben SOFICAs 2006 mit insgesamt 32,8 Mio. zur Finanzierung von 78 Filmen beigetragen, für 2013 53 Mio. für 150 Filmprojekte.


Literatur: Geier, Heike: Nationale Filmförderung und europäisches Beihilfenrecht. Baden‑Baden: Nomos 2006, S. 58ff.


Referenzen:

Taxe spéciale additionelle (TSA)


Artikel zuletzt geändert am 15.06.2016


Verfasser: HHM


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