Lexikon der Filmbegriffe

one-shot

auch: one shot video, one shot music video; manchmal irreführenderweise auch: one-cut-video

Seit Bob Dylans berühmtem Video Subterranean Homesick Blues (1965) hat es immer wieder Versuche gegeben, Musikvideos in einer einzigen, kontinuierlichen Einstellung zu realisieren. Dabei wird meist mit einer Kamera gearbeitet, die den Raum der musikalischen Performance in einer einzigen Bewegung durchmisst und konstituiert, wobei oft das szenische Environment außerhalb des Bildfeldes verändert wird, so dass der Raum selbst diskontinuierlich wird. Auch können Teile des Bildes ihrerseits wieder als Screens realisiert sein, so dass sich an den Grenzen des one-shot auch Bild-im-Bild-Kompositionen oder gar vollständig synthetische Räume finden. Zu den bekanntesten Regisseuren, die sich des one-shot angenommen haben, gilt Michel Gondry.

Referenzen:

One-Cut-Video


Artikel zuletzt geändert am 21.04.2014


Verfasser: KB


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