Lexikon der Filmbegriffe

Divenfilm (2)

Divenfilm ist eine Gelegenheitsbezeichnung in der Filmkritik, wenn Filme zur Rede stehen, die auf weibliche Hauptfiguren zugeschnitten sind und diesen zudem so viel Aufmerksamkeit widmen, dass die diegetische Illusion zumindest kurzfristig zusammenbricht, dass die Diva (und nicht die Rollenfigur) exponiert zu werden scheint. Ein mehrfach genanntes älteres Beispiel ist Riso amaro (Italien 1949, Giuseppe de Santis) mit Silvana Amaro, ein neueres Huit Femmes (Frankreich 2002, François Ozon) mit  gleich acht Hauptdarstellerinnen. Derartige Divenfilme entfalten ein Spiel zwischen Rolle und Schauspielerin, produzieren so eine eigene rezeptive Aufgabe für den Zuschauer.

Literatur: Bronfen, Elisabeth / Straumann, Barbara: Die Diva. Eine Geschichte der Bewunderung. München: Schirmer/Mosel 2002.

Referenzen:

Diva

Divenfilm (1)


Artikel zuletzt geändert am 09.03.2014


Verfasser: KB


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