Lexikon der Filmbegriffe

Filmgroschen

Nach der Gründung der Filmförderungsanstalt (FFA) am 1.12.1967 wurde der sogenannte „Filmgroschen“ eingeführt: eine Abgabe auf die Kinokarte, also auf in der Branche generierte Gelder, mit denen man einen Fonds speiste, aus dem deutsche Filmproduktionen gefördert werden sollten. Die im Kartenverkauf erwirtschafteten Mittel wurden später durch Beiträge der Video‑Branche sowie der Fernsehanstalten ergänzt. Zunächst wurden nach dem Prinzip der Referenzförderung nur kommerziell erfolgreiche Filme gefördert. Erst nach jahrelangen Debatten wurden diverse Novellen des Filmförderungsgesetzes, das die Basis für die Arbeit der FFA darstellt, verabschiedet, die Filmförderung als Kulturförderung neu perspektivierten. Der „Filmgroschen“ wird heute als Abgabe zwischen 1,5% und 3% des Kartenumsatzes erhoben.


Artikel zuletzt geändert am 09.03.2014


Verfasser: HHM


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