Lexikon der Filmbegriffe

Filmauto (2)

Für das öffentliche Image mancher Automarken sind Filme, in denen Wagen als besondere Ausstattung der Hauptdarsteller inszeniert werden, von größter Bedeutung (wie etwa der frühe James Bond fest mit einem Aston-Martin-Sportwagen assoziiert war; erinnert sei auch an den Dodge Charger, der in der Filmreihe The Fast and the Furious, 2001ff, fast in den Rang einer „sächlichen Hauptrolle“ geriet). Ein Sonderfall ist der VW-Käfer, der als „Herbie“ wie ein Hauptdarsteller einer Disney-Filmreihe diente (beginnend mit The Love Bug, 1968, Robert Stevenson) und als Beispiel dafür dienen kann, dass Filme Autos in eine Art Kultstatus anheben können. Eher zynisch wird auf das Image des Opel-Manta in den Filmen Manta - Der Film (BRD 1991, Peter Timm) und Manta- Manta (BRD 1991, Wolfgang Büld) zurückgegriffen. Gelegentlich werden Autos speziell für Filme entworfen (wie etwa das „Batmobil“ in den Batman-Filmen oder das mit künstlicher Intelligenz und Stimme ausgestattete K.I.T.T.-Fahrzeug in der TV-Serie Knight Rider, 1982-86).
Filme, in denen Autos tatsächlich in den Rang eines handlungsfähigen Akteurs versetzt werden, sind selten. Ein Beispiel ist Christine (USA 1983, John Carpenter), in dem ein 1958er Plymouth Fury als Killer-Auto auftritt; in dem Episodenfilm The Yellow Rolls-Roce (Großbritannien 1964, Anthony Asquith) geht es um Geschichten, in die der Titelwagen verwickelt war; und in dem Dokumentarfilm Ballada (BRD 2009, Andreas Maus) wird die Geschichte des russischen Lada vom Voice-Over eines Autos erzählt.


Artikel zuletzt geändert am 19.05.2014


Verfasser: JH


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