Lexikon der Filmbegriffe

Filmgebärde

In der Stummfilmzeit verbreitete Redeweise, die die Bühnengebärde bzw. die Pantomime als theatralisches Ausdrucksmittel von der Rolle des nichtverbalen Ausdrucks im Film unterschied – hier wird sie ganz zum zentralen Mittel der Darstellung, während sie im körperlichen Spiel von Theaterschauspielern immer vom Text des Stücks eingerahmt war. Die Filmgebärde galt sogar als unmittelbarer Ausdruck des Seelischen, die vor allem innere Konflikte und Widersprüche in körperliche Geste umsetzt (was wiederum dazu führt, dass der Film als Kunst sich gerade durch die Filmgebärde als eigenständige Kunstform weiterentwickeln könne).

Literatur: Pfleiderer, Wolfgang: Lichtbild und Film. Frankfurt: Neuer Frankfurter 1927.


Artikel zuletzt geändert am 19.05.2014


Verfasser: CA


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