Lexikon der Filmbegriffe

Zapping

Übergeordneter Begriff für alle Formen des Umschaltens. Das Wort ist wohl lautmalerisch aus den Buck-Rogers-Comics abgeleitet worden, in denen "zap!" das Onomatopoetikon gewesen ist, das Personen zugeordnet war, die mit der Laserpistole kämpften. Darum wurde das Zapping gelegentlich als eine ursprüngliche Protesthandlung gedeutet, als eine Abwehrreaktion des Zuschauers (im Sinne eines Protest-Umschaltens), mit dem Programmunterbrechungen durch Werbung und Programmankündigungen ausgeschaltet werden sollten.


Daneben findet sich eine ganze Reihe von einzelnen Strategien der Programmbereinigung:


Zipping bezeichnet das Überspringen der Werbung bei auf Videorekordern aufgezeichneten Programmen.


Flipping ist das Vermeiden von Werbung in laufendem Programm.


Switching bezeichnet in der Regel häufiges, permanentes Umschalten, sei es, um mehrere Programme gleichzeitig zu verfolgen (zielorientiertes Umschalten), sei es, dass alle Programme als gleichermaßen uninteressant angesehen werden (nicht-zielorientiertes Umschalten).


Slaloming bezeichnet ein Hin- und Herschalten zwischen zwei Kanälen. Das auch gebräuchliche Unterhaltungsslalom oder Unterhaltungskarussell bezeichnet dagegen ein Umschaltverhalten, das den Unterhaltungssendungen folgt bzw. dazu dient, allen nicht unterhaltenden Sendungen auszuweichen. Ähnlich wird auch von einem Nachrichten- oder Informationsslalom durch mehrere verschiedene Journale, Nachrichtensendungen etc. gesprochen.

Literatur: Umschalten / Zapping. In: Medienwissenschaft/Hamburg: Berichte und Papiere, 39, 2003 [online]. – Jäckel, Michael: Fernsehwanderungen. Eine empirische Untersuchung zum Zapping. München: Fischer 1993. – Rossmann, Raphael: Werbeflucht per Knopfdruck. Ausmaß und Ursachen der Vermeidung von Fernsehwerbung. München: Fischer 2000.


Artikel zuletzt geändert am 19.05.2014


Verfasser: HJW


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