Lexikon der Filmbegriffe

3D-Kinematographie: die 1950er Jahre

Arch Obolers Film Bwana Devil (UA: 26.11.1952) war ein Abenteuerfilm, in dem Löwen, Speere und andere Gegenstände sich aus der Leinwand zu lösen schienen. Es war der erste Film in dem 3D-Verfahren Natural Vision und löste die 3D-Begeisterung der frühen 1950er Jahre für das Verfahren aus. Filme in zahlreichen Genres folgten: Horrorfilme (House of Wax, 1953, Warner Bros.); Science-Fiction (It Came From Outer Space (1953, Universal); Abenteuerfilme (The Creature From the Black Lagoon, 1954, Universal; Revenge of the Creature, 1955, Universal); Western (Gun Fury, 1953, Columbia; The Charge at Feather River, 1953, Warner), Kriminalfilme (I, the Jury, 1953, United Artists; Second Chance, 1953, RKO; Dial M for Murder, 1954, Warner Bros.; The Glass Web, 1954, Universal); Musicals (Kiss Me Kate, 1953, MGM), Melodramen (Miss Sadie Thompson, 1953, Columbia), Dramen (Inferno, 1953, Centfox). Die Welle ebbte schnell wieder ab. Schon Alfred Hitchcocks Dial M for Murder aus dem Jahre 1954 wurde zwar noch in 3D realisiert, aber normal – „flach“ – ausgewertet.


Danach sind zwar noch einige 3D-Filme gedreht worden (z.B. The Stewardesses, 1974; Comin‘ at Ya, 1981; Jaws 3D, 1983), doch handelt es sich dabei eher um Kuriosa. Erst mit den Imax-3D-Verfahren und den Imax Rides wurden wieder regelmäßige kommerzielle Nutzungen der 3D-Kinematographie in der Unterhaltungsindustrie etabliert.


Artikel zuletzt geändert am 10.12.2011


Verfasser: JH


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