Lexikon der Filmbegriffe

multistabile Bilder

Neben den Kippbildern rechnen vor allem die Raumdarstellungen zu den multistabilen Bildern, die nur für gewisse Sektoren eines Bildes eine homogene Raumvorstellung ermöglichen; verlässt de Blick des Betrachters den Sektor, kommt es zu Widersprüchen, die zu einer Revision der bisherigen Bildsynthese und zur Neuaufrichtung einer zweiten Raumvorstellung führt, die aber wiederum nur von sektoraler Geltung ist. Die bekanntesten multistabilen Bilder stammen von dem holländischen Graphiker M.C. Escher. Im Film basieren insbesondere visuelle Gags darauf, dass mit Kamerabewegungen oder Umschnitten sich die einmal gefasste Bedeutung eines Bildes sich als falsch erweist und es zu einer (retroaktiven) Neuinterpretation des Bildes oder der Bildfolge kommen muss.

Referenzen:

Figur und Grund

Kinegramm

Kippbild

Vexierbild


Artikel zuletzt geändert am 24.08.2014


Verfasser: JvH


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