Lexikon der Filmbegriffe

brushless gimbal

auch: handheld gimbal; dt. etwa: in einem Tragrahmen kardanisch aufgehängte Kamera mit bürstenlosem Motor als Bildstabilisator

Wenn man die Bildstabilisierung der Aufnahmen von Handkameras erzielen will, wird meist ein Gyroskop (ein oder mehrere schnell rotierende Kreisel) angewendet. Heute ist es möglich, die Ausgleichsbewegungen des Kreisels elektronisch zu steuern (die Bauteile sind zudem kleiner, das Doppel von Kamera und Handstativ wird leichter). Am präzisesten ist der Laser- oder Faserkreisel, bei dem ein Lichtblitz von beiden Enden in eine Lichtleiterspute geschickt wird; verändert sich die Laufzeit der gegenläufigen Lichtblitze – die Differenz gestattet eine Berechnung mit der Genauigkeit von in Tausendstel Grad. Die eigentliche Stabilisierung leisten bürstenlose Motoren (auch: Brushlessmotoren). Die Technik stammt aus der Hubschrauber-, Modellflugzeug- und Drohnenphotographie. In der Kamerararbeit werden meist ein- oder zweiachsig angeordnete Ausgleichmotoren verwendet.

Referenzen:

Gyroskop


Artikel zuletzt geändert am 24.08.2014


Verfasser: JH


Zurück