Lexikon der Filmbegriffe

35mm-Film

Unter den unzähligen Filmformaten, die im Laufe der Filmgeschichte entstanden, war das 35mm breite Band am gebräuchlichsten. Schon Edison setzte es bei seinen Aufnahmen für das Kinetoskop ein, dann folgten die Brüder Lumière. Gerade in den Anfangsjahren bauten viele Filmpioniere ihre eigenen Aufnahme- und Wiedergabegeräte und nutzten dafür unterschiedlich breites Filmband (z.B. 54mm: Brüder Skladanowsky; 60mm: Georges Demenÿ und die Firma Gaumont; 68mm: Herman Casler und die American Mutoscope Company) mit Unterschieden in Zahl und Form der Perforationslöcher. Binnen weniger Jahre setzten sich die von der Eastman Company, der Blair Camera Company und anderen hergestellten 35mm-Rohfilmstreifen durch, denn sie wurden von Firmen mit weltweiten Vertriebsnetzen wie Lumière, Edison und Pathé verwendet. Doch erst die Festlegung auf einheitliche Maße (35mm Breite, vier rechtwinklige Perforationslöcher pro Phasenbild) auf dem Filmkongress 1909 in Paris stellte endgültig sicher, dass alle Filme auch auf allen Projektoren laufen konnten.

Referenzen:

Filmformate: Super-35


Artikel zuletzt geändert am 03.01.2012


Verfasser: SL


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