Lexikon der Filmbegriffe

close-miking

auch: close miking; dt. etwa: „nahe am Mikrophon“, „nahe Mikrophonisierung“, „Ton-Nahaufnahme“

Manchmal werden Mikrofone sehr nahe an der Tonquelle platziert (im Abstand von bis zu 30cm), um den Eindruck eines direkt gewonnenen Tons zu intensivieren (etwa hinsichtlich der Atemgeräusche von Akteuren), weil der Anteil indirekter Schallsignale geringer ist. Außerdem ist es dann einfacher, den Tonpegel von Umgebungsgeräuschen zu minimieren. Ein Nachteil kann sein, dass der Basspegel des Signals ansteigt (oft proximity effect [„Effekt der Nähe“] genannt). Aufgrund der Nähe der Mikrophone zum Bildausschnitt sind Ton-Nahaufnahmen fast nur bei Großaufnahmen möglich (es sei denn, man zeichnet eine Musikperformance oder ähnliches auf – dann gehören sie zum Setting).


Artikel zuletzt geändert am 29.10.2014


Verfasser: JH


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