Lexikon der Filmbegriffe

guiding-shot

In seinem Artikel zur „Vierten Dimension des Films“ (1929) schlug Eisenstein vor, dass Bildfolgen eines guiding-shots bedürften, um monosemiert oder semantisch vereindeutigt werden zu können. Sein Beispiel war eine Bildfolge von vier Bildern: I - ein grauhauriger Mann, II - eine grauhaarige Frau, III - ein Schimmel, IV - ein schneeverwehtes Dach. Es bedarf eines weiteren Hinweises, der als Thema der Sequenz das „Alter“ oder die „Weißheit“ eruierbar macht. Dieser Hinweis „tauft“ in Eisensteins Sprache die gesamte Folge, weshalb er idealerweise schon zu Beginn der Sequenz gesetzt werden sollte (und sei es als Schrifttafel).

Literatur: Eisenstein, Sergei [1929]: The fourth dimension in cinema. In: Selected works. 1. Writings 1922-34. Ed. by Richard Taylor. London: BFI Publishing / Bloomington/Indianapolis: Indiana University Press 1988, S. 186-194. Dt: Die vierte Dimension im Film. In: Das dynamische Quadrat. Schriften zum Film. Köln: Röderberg 1988, S. 90-108.

Referenzen:

Primat-Rezenz-Effekt


Artikel zuletzt geändert am 29.10.2014


Verfasser: JvH


Zurück