Lexikon der Filmbegriffe

Synchronpunkte

(1) Wenn der Ton an das Bild am Schneidetisch angelegt werden muss, arbeitet man in der Regel so, dass man die Stelle, an der die Ton-Bild-Synchronisation erfolgen kann – in aller Regel die geschlossene Filmklappe –, mit einem Fettstift und führt später die beiden Bänder zusammen: Ton und Bild sind synchronisiert.

(2) Bewegungen der Figuren werden größtenteils in der Musik als Synchronpunkte wiedergegeben: Sie entstehen, wenn die Bewegungen einer Figur oder eines Objektes akustisch aufgenommen und verstärkt werden. Fällt etwas oder jemand auf den Boden oder schlägt z.B. gegen eine Wand, wird der Aufprall durch einen zeitgleichen musikalischen Knall untermalt. In kontinuierlichen Bewegungen sind es Dreh-, Höhe- und Umschlagpunkte, die für einer Synchronisation mit der Musik in Frage kommen – der Ton wird der physikalischen Qualität der Bewegung parallelisiert. Diese oft überdeutliche Analogie von Bildinhalt und Musik wird auch Mickey‑Mousing genannt.


Artikel zuletzt geändert am 29.10.2014


Verfasser: KB


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