Lexikon der Filmbegriffe

drive-by-shooting

manchmal auch nur: drive-by

Anschläge mit Feuerwaffen (vor allem mit Maschinenpistolen) aus fahrenden Autos auf ein Opfer am Straßenrand oder in einem anderen Auto wurden in den 1920ern zu einer der Angriffsformen, mit denen sich Gangsterbanden in Chikago und New York befehdeten. Viele andere Gangsterbanden kopierten die Technik; auch Rebellengruppen führten Attentate auf Politiker und Militärs mittels des drive-by-shootings durch. Wie andere Realia der Gangsterkämpfe in der Realität wurde die Installation zu einem festen Motiv des Gangsterfilms der Zeit wie The Public Enemy (USA 1931, William A. Wellman) oder Scarface (USA 1932, Howard Hawks), aber auch in Fritz Langs Das Testament des Dr. Mabuse (Deutschland 1933). Seitdem gehört das Motiv zum Grundensemble der Inszenierungsformeln des Gangster-, Agenten- und des Kriminalfilms, oft in Kombination mit dem Motiv der Verfolgsjagd.


Artikel zuletzt geändert am 17.12.2014


Verfasser: JvH


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