Lexikon der Filmbegriffe

Koppelverbot

selten auch: Koppelungsverbot

Viele Filme, die von Archiven für Einzelvorführungen oder für Retrospektiven etwa auf Filmfestivals zur Verfügung gestellt werden, stehen unter einem Koppelverbot: Es besagt, dass die einzelnen Akte nicht – wie in heutiger Vorführpraxis üblich – zu einem einzigen Filmband zusammengeschnitten werden dürfen, sondern aktweise projiziert werden müssen. Da in der Regel nur ein 35mm-Projektor zur Verfügung steht, führt das Koppelverbot zu einer kurzen Unterbrechung der Vorführung. Das Verbot wird ausgesprochen, wenn es sich um Original- und keine Vorführkopien handelt, insbesondere wenn der Film nur als Unikat erhalten ist. Wird gegen das Verbot verstoßen, wird der Entleiher mit u.U. erheblichen Strafgebühren belegt.


Artikel zuletzt geändert am 17.12.2014


Verfasser: JH


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