Lexikon der Filmbegriffe

mock-up

engl., = Modell; ursprünglich wohl mit dem Unterton der Verhöhnung; abgel. aus dem mittelalterlichen frz.: mocquer = verspotten, verhöhnen; bezogen auf Film im Dt. oft auch: Maquette, Attrappe, Modell


(1) Im Film werden Architekturmodelle wie das Labyrinth in Stanley Kubricks The Shining (1980) oft als mock-ups bezeichnet. Sie werden eingesetzt, (1) wenn imaginäre Bauten in die Handlung einbezogen werden sollen oder (2) wenn es sich um Modelle handelt, die diegetisch im Rahmen der erzählten Bau- oder Städteplanung angefertigt werden (wie in Francesco Rosis Städtebau-Thriller Le mani sulla città, 1963). Selten werden Architekturmodelle selbst zum Gegenstand der Handlung (wie in One Fine Day, 1996). Sie sind oft an Modelle bekannter Architekten angelehnt – in Beat Girl (1960, Edmond T. Gréville) etwa präsentiert ein Architekt ein Modell der „City 2000", der Corbusiers „Plan Voisin“ imitiert. (KB)


(2) Selten werden auch Realnachbauten von Filmsets (wie etwa das Haus aus Alfred Hitchcocks Psycho, 1960) als mock-ups bezeichnet.


Artikel zuletzt geändert am 20.04.2015


Verfasser: JH


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