Lexikon der Filmbegriffe

surcadrage

Als surcadrage werden oft Einstellungen bezeichnet, die selbst einen Rahmen beinhalten. Oft sind es Fenster, durch die man einen Blick auf den eng begrenzten Handlungsraum der Figuren innerhalb dieses Rahmens werfen kann; auch zahlreiche Bilder mit Spiegelbildern im Bildraum deuten auf die Umgrenztheit der Figuren durch die Komposition des Bildes im Bild hin. Surcadrages sind textsemantisch oft Hinweise auf einen subtextuellen Impuls, der nach Entgrenzung und Sprengung der Rahmen verweist – so dass in manchen Filmen das Prinzip der innerbildlichen Rahmen am Ende der Befreiungsgeschichte ausgesetzt wird.


Artikel zuletzt geändert am 20.04.2015


Verfasser: JvH


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