Lexikon der Filmbegriffe

sound designer


auch im Dt. üblich; früher oft: Ton, Tonmeister

Seit den 1970ern ist die Bezeichnung Sound-Designer als Berufsbezeichnung für diejenigen Kreativ-Mitarbeiter üblich geworden, die für die gesamte Herstellung einer Filmtonspur verantwortlich zeichnen. Meist gestalten sie das Sound-Design eines Films erst nach dem Dreh, sind aber oft in der Phase der Vorbereitungen (bei Abstimmungen mit den Set- und Kostümdesignern) beteiligt; wichtig ist dabei immer, in Abstimmung mit dem Regisseur jene Tonwelten auszuforschen, die die affektive Aufladung, möglicherweise thematische Ansprüche u.ä. der Filmhandlung möglichst optimal ermöglichen. Wenn das Sound-Design vorher festliegt und der Film in Abstimmung auf seine Tonwelt konzipiert wird, hat man es mit einer großen Ausnahme zu tun; eines der wenigen Beispiele ist die Arbeit Gary Rydstroms, der für Jurassic Park (USA 1993, Steven Spielberg) das röhrende Geräusch der Dinosaurier schon vor den Drehvorbereitungen entwarf.

Nur gelegentlich werden damit auch Spezialisten bezeichnet, die einzelne Probleme des Tons lösen (so, wie der Tonmeister Ron Bochar in der Produktion des Gestaltwandler-Films Wolf, USA 1994, Mike Nichols, just die Geräusche konzipierte, die den Szenen untermischt wurden, in denen sich Jack Nicholson in einen Werwolf verwandelte).


Referenzen:

Sound Design


Artikel zuletzt geändert am 07.06.2015


Verfasser: KB


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