Lexikon der Filmbegriffe

Fahrt / Fahraufnahme

engl.: tracking shot, travelling, dolly shot

Bewegung der Kamera von einem zu einem anderen Punkt. Technisch wird dies meist mit Schienen gelöst, auf denen die Kamera mittels eines Kamerawagens (Dollys) geschoben wird. Vor allem im Low-Budget-Bereich war es lange üblich, die Kamera in ein Auto zu setzen (beliebt war der Citroen-2CV – die „Ente“ – wegen seines wegfaltbaren Daches und der außerordentlich weichen Federung). Neuerdings werden Fahr-Effekte auch mit einer Steadycam hergestellt. Fahrten sind fast immer topikal geführt. Man unterscheidet Voraus- und Verfolgungsfahrten, Begleitfahrten, Zu- und Wegfahrten. Großer Aufwand für Fahrten und die mit ihnen abgestimmte Choreografierung von Personen- und Objektbewegungen wird immer wieder in Plansequenzen getrieben. Ein kompliziertes Beispiel ist die Eröffnungssequenz von Welles‘ Touch of Evil (1958).

Referenzen:

Chinese dolly

crabbing

Dolly

elevator shot

Rundfahrt

Slider

trucking shot

Vorbeifahrt


Artikel zuletzt geändert am 15.06.2016


Verfasser: TB JH


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