Lexikon der Filmbegriffe

Bauchbinde

Als Bauchbinde bezeichnet man eine temporäre, meist im unteren Bildbereich platzierte Texteinblendung, mit der zusätzliche Informationen zum Bild gegeben werden. Im Unterschied z.B. zu Ortsangaben, die als Inserts oder Überblendungen realisiert sind, werden Bauchbinden in Magazinen oder Boulevard-Formaten für ergänzende Angaben zu Alter, Name, Funktion oder Zugehörigkeit von Personen genutzt (z.B. „Markus M., 23 Jahre, Student der Filmwissenschaft“). Dabei handelt es sich in der Regel um Angaben, die im Zuge der eigentlichen Information nebensächlich sind oder deren Erläuterung für die Beitragsdauer zu komplex oder zeitintensiv wäre.


Bauchbinden werden darüber hinaus vor allem in Reality-TV-Formaten zur teils überspitzten Charakterisierung der Teilnehmenden eingesetzt (z.B. „Beate, 35, ist auf der Suche nach einem Kuschelbären“).


Bauchbinden sind in formatspezifischer Ästhetik farblich und grafisch gleichbleibend gestaltet und integrieren oftmals ein zusätzliches Logo oder einen markanten Schriftzug zur schnellen und eindeutigen Identifikation mit der entsprechenden Sendung.


Bauchbinden werden in der Postproduction einer Sendung hinzugefügt und unterscheiden sich daher auch produktionstechnisch von dem verwandten Begriff des Inserts.


Artikel zuletzt geändert am 01.09.2015


Verfasser: DKL


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