Lexikon der Filmbegriffe

Archäologen im Film

Der sicherlich bekannteste Archäologe der Filmgeschichte ist die Figur des Indiana Jones (u.a. Indiana Jones and the Temple of Doom, 1984; Indiana Jones and the Last Crusade, 1989; Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008). Sie bezieht ihr Geheimnis und ihr narratives Potential aus der Begegnung mit einer rätselhaften Antike, die oft als magisch erscheint, deren Flüche bis in die Gegenwart reichen (und durch Ausgrabungen neu erweckt werden; vgl. z.B. The Mummy, 1959). Zu den Archäologie-Figuren gehören auch Schatzsucher, die nach frühhistorischen magischen Objekten oder Schätzen suchen (wie z.B. die Figur des Quatermain in King Solomon's Mines, 1950, 1985). Bevorzugte Ausgrabungskulturen sind neben dem alten Ägypten auch die untergegangenen Kulturen Mittel- und Südamerikas. Manchmal treffen die Archäologen sogar auf verborgene archaische Kulturen oder auf Kulte, die prähistorische Kulttraditionen fortführen. Meist handelt es sich um fiktionale Figuren; gelegentlich werden aber auch reale Archäologen wie Heinrich Schliemann fiktional nachgebildet.


Neben diesen meist dem Abenteuergenre zugehörigen Figuren gibt es eine Vielzahl von Filmen über die tatsächliche Arbeit von Archäologen oder von größeren Ausgrabungsprojekten. Es sind heute fast immer TV-Produktionen, die historische Kulturen präsentieren und dazu die Ausgrabungen als einen Weg in die vergangenen Objektkulturen vorstellen.


Literatur: Day, David Howard: A treasure hard to attain. iImages of archaeology in popular film, with a filmography. Lanham, Mad. [...]: Scarecrow Press 1997. – Denzer, Kurt (Hrsg.): Funde, Filme, falsche Freunde. Der Archäologiefilm im Dienst von Profit und Propaganda [...]. Kiel: Ludwig 2003. – Stern, Thomas: Das Verhältnis von Archäologie und Film. In: Archäologische Informationen 17,1, 2015, S. 9‑13.

Referenzen:

Archäologiefilm: Festivals

Fedarcine

Mumien im Film


Artikel zuletzt geändert am 03.09.2015


Verfasser: JvH


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