Lexikon der Filmbegriffe

Magnascope

Das Magnascope-Projektionssystem wurde zuerst im Jahre 1924 von seinem Erfinder Lorenzo del Riccio vorgeführt. Es gilt als Vorläufer von Cinemascope und anderen 35mm-Verfahren, die ein vergrößertes Leinwandbild mittels Weitwinkeloptiken erzeugen. Das Weitwinkelobjektiv des Magnascope-Projektors hatte einen Durchmesser von 3,5 Zoll und warf bei den ersten öffentlichen Vorführungen ein 9,1x12,2m großes Bild – gegenüber den gewohnten Bildgrößen eine Verdoppelung der Breite und der Höhe. Paramount bewarb das System auf einer Vorführung im Rivolikino in New York im Dezember 1926, indem einzelne Rollen von Old Ironsides (1926, James Cruze) in Magnascope vorgeführt wurden, während der größte Teil des Films im herkömmlichen Format lief; am Anfang der Magnascoperollen wurde das Bild mit einer Blende in allen Richtungen vergrößert, so dass eine Erweiterung der Bildfläche noch unterstrichen wurde. Doch die Mehrkosten der Vorführung überstiegen die Bereitschaft der Kinobesitzer, Magnascope einzuführen, so dass es schnell wieder verschwand.

Referenzen:

Polyvision


Artikel zuletzt geändert am 28.07.2011


Verfasser: JCH


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