Lexikon der Filmbegriffe

hohes Paar / tiefes Paar


auch: hohes Paar / niederes Paar



Die Personnage der Oper (insbesondere der opera buffa) und der Operette ist oft geteilt in ein Paar, das dem höheren, und ein anderes, das dem niederen Stand zugehört. Die Parallelität der beiden Paare dient nicht nur dazu, die Fallhöhe des Dramas zu verdeutlichen, sondern auch, unterschiedliche Stile des interpersonellen und insbesondere intersexuellen Umgangs miteinander sowie verschiedene Ideale gelingender (oder mißlingender) Liebe miteinander zu kontrastieren. Ein bekanntes Beispiel entstammt Mozarts Zauberflöte: Tamino und Pamina bilden hier das hohe, Papageno und Papagena das niedere Paar.



In der Dramaturgie des Films finden sich zahllose Beispiele, die in der Doppelung von Liebesgeschichten die Liebesthematik aufreißen und in ihrer oft kontrastiven Funktionen der ernsten oder gar tragischen Liebe das komische Paar entgegensetzen. Darum auch ist die Doppelpaarbildung eine Strategie primär des Komischen geblieben.

Referenzen:

Fallhöhe

Ständeklausel


Artikel zuletzt geändert am 03.09.2015


Verfasser: KB


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