Lexikon der Filmbegriffe

Hochgeschwindigkeitskamera


engl.: high speed camera



Hochgeschwindigkeitskameras werden für extreme Zeitlupenaufnahmen benötigt. Klassisch gebaute Verschluss- oder Blenden-Kameras können bis zu 350 B/S aufnehmen; prismengeführte Kameras können dagegen bis zu 15.000 B/S belichten, indem sie den Film über ein Prisma laufen lassen und auf eine Blende oder einen Verschluss verzichten. Derartige Kameras werden einerseits zu Forschungszwecken eingesetzt, in denen es um äußerst kurze Ereignisse geht, die für das menschliche Auge nicht erkennbar sind; außerdem dienen sie in der Industrie etwa in Crash-Tests dazu, die Verformung des Materials genau erkennen zu können. Die Kürze der Belichtungszeit bedingt einen äußerst hohen Lichtaufwand (weshalb manche Objekte wegen der allzu hohen Hitze noch während der Aufnahme schmelzen oder sogar brennen).


Neue CCD-Kameras, die die Bilder digital erfassen, können sogar bis zu 25 Millionen B/S aufzeichnen.


Artikel zuletzt geändert am 03.09.2015


Verfasser: JH


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