Lexikon der Filmbegriffe

Hypermaskulinität


manchmal auch: movie macho


Extreme Form der männlichen Geschlechtsideologie, die meist auf vier Bestimmungselemente zurückgeführt wird: Härte, Gewalttätigkeit, Gefährlichkeit und Kaltschnäuzigkeit der Einstellung zu Frauen und Sex. Vor allem in der (Print-)Werbung wird mit Imaginationen des Hypermaskulinen gespielt, insbesondere dann, wenn jüngere Männer mit weniger Geld und geringerer Bildung adressiert werden. Vor allem formale Männlichkeitsrollen (wie die vieler Film-Polizisten, Wachmänner, Soldaten usw.) sowie Männer in traditionalistischen Gesellschaften werden gern in den Ausdrucksformen des Hypermaskulinen dargestellt. Eigene Bedeutungen erlangte Hypermaskulinität in der HipHop-Kultur, als Ironisierungs- und Übersteigerungsform auch in der Schwulenkultur. Auch in vielen Heranwachsenden-Peergroups von Heranwachsenden finden sich hypermaskuline Verhaltensweisen.



Literatur: Messner, Michael A.: The Masculinity of the Governator: Muscle and Compassion in American Politics. In: Gender & Society 21, 2007, S. 461-480. – Scharrer, E.: Tough Guys: The portrayal of hypermasculinity in aggression in televised police dramas. In: Journal of Broadcasting & Electronic Media 45,4, 2001, S. 615‑634. – Vokey Megan / Tefft, Bruce / Tysiaczny, Chris: An analysis of hyper‑masculinity in magazine advertisements. In: Sex Roles 68,9-10, 2013, S. 1-15.

Referenzen:

Einzelkämpfer

hard-boiled

Macho


Artikel zuletzt geändert am 15.09.2015


Verfasser: KB


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